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Stand: 30.08.2008
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Photodynamische Therapie
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Die photodynamische Therapie ist eine neue Methode zur Behandlung sog. solarer oder aktinischer Keratosen (Schaubild), die zu hervorragenden kosmetischen Ergebnissen führt. Keratose bedeutet soviel wie „Verhornungsstörung“. Die Worte solar (durch
Sonne) und aktinisch (durch Strahlung) weisen auf die Ursache hin. Also: Es handelt sich um Verhornungsstörungen der Haut, die durch Sonne oder Strahlung verursacht werden. Deshalb treten diese
Verhornungsstörungen nur an Körperstellen auf, die häufig der Sonne ausgesetzt sind. Wenn Sie bleibende Rauhigkeiten in diesen Bereichen Ihrer Haut feststellen, die durch Eincremen nicht verschwinden,
stellen Sie sich unbedingt bei einem Hautarzt vor. Diese Keratosen sind nicht bösartig. Sie können aber in 20% der Fälle in einen Hautkrebs übergehen. Deshalb ist eine Behandlung doch sehr
empfehlenswert. Die Behandlung kann operativ, mit Kältechirurgie, mit Cremes, sog. Chemotherapeutica oder Immunmodulatoren oder auch mit dem Laser erfolgen. Dabei kann es, je nach Methode, zu
Narbenbildungen oder bleibender Hell - oder Dunkelverfärbung der Haut kommen.
Die photodynamische Therapie ist eine moderne Behandlungsform, bei der die Hautveränderungen mit ihren eigenen Waffen geschlagen
werden. Die Keratosen werden mit einer speziellen Creme lichtempfindlich gemacht und dann mit einer darauf abgestimmten Lichtquelle bestrahlt. Dadurch werden die erkrankten Hautzellen zerstört, was ein
leichtes Missempfinden bis hin zu einem leichten Schmerz hervorrufen kann. Danach kommt es zur Bildung von Krusten, die in der Regel innerhalb von 3 Wochen abheilen. Bei dieser Behandlung werden weder
elastische Fasern noch Kollagen zerstört, so dass der ursprüngliche Zustand der Haut wieder vollständig hergestellt wird. Die Behandlung erfolgt üblicherweise in 2 Sitzungen im Abstand von 8-10 Tagen. In
der ersten Sitzung wird das überschüssige Hornmaterial durch vorsichtiges Schaben entfernt, danach wird die lichtsensibilisierende Creme aufgetragen. Anschließend werden die behandelten Stellen für 3
Stunden mit Folie abgedeckt. Wenn Sie während dieser Zeit nach draußen gehen wollen, um etwas zu erledigen, muss die Abdeckung auch noch lichtdicht erfolgen. Die anschließende Bestrahlung dauert ca 20-30
Minuten und kann leichtes Missempfinden bis Schmerzen hervorrufen, die aber spätestens am nächsten Tag verschwunden sind. Nach 8-10 Tagen wird diese Prozedur wiederholt. Nach ca 3 Wochen sind dann die
sich bildenden Krusten abgeheilt und das ursprüngliche Hautbild wieder hergestellt. In Zukunft sollten Sie auf guten Lichtschutz achten, um die Entstehung neuer Keratosen nicht zu provozieren.
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S chaubild : aktinische Keratosen-Hautkrebs |
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Merkblatt zur photodynamischen Therapie (PDT)
bei Ihnen wurde eine Hautveränderung diagnostiziert, die baldiger Therapie bedarf.
Es gibt mehrere Möglichkeiten der Behandlung. In diesem Fall kann noch auf eine Operation verzichtet werden, wiewohl möglicherweise eine kleine Stanzbiopsie (Gewebeprobe) nötig werden wird. (Hierüber
sind Sie schon informiert , wenn es sein muß).
Bei Ihrer Hautkrankheit handelt es sich um eine noch nicht bösartige Veränderung, die, wenn sie bald behandelt wird, wieder ganz verschwinden kann.
Was ist nun die photodynamische Therapie?
- Es ist die Beseitigung von unerwünschten Geweben und Zellen der Hautoberfläche ohne Operation und damit ohne Narbe
nach folgendem Prinzip:
Die Substanz 5-Aminolävulinsäure zu 20% in einer Salbe bewirkt, daß damit behandelte Haut und Unterhaut sehr stark
gegen Infrarot-Licht empfindlich werden. Die Salbe allein, oder eine alleinige Bestrahlung mit Infrarot-Licht würden gar nichts nützen. Aber die Kombination macht den sog. photodynamischen Effekt, d.h.
eine deutliche Entzündung, die mit einer Latenz von einigen Stunden auftritt und wenige Tage deutlich anhalten kann. Durch diese Entzündung werden die gefährlichen Gewebe und Zellen vernichtet. In dieser
Phase - Rötung, leichte Schwellung, Krustenbildung - kommen spezialisierte „Abräumzellen“ in das behandelte Gebiet und tragen Gewebe und Zellen ab. In der Krusten- und Abheilphase vervollständigt sich
dieser Vorgang.
Ablauf:
- 1. Möglicherweise Durchführung der Stanzbiopsie zur Gewebeprobe.
- 2. Digitale Fotodokumentation mit der Videokamera
- 3. Salbenapplikation und Abdeckung durch ein luft- und wasserdichtes Pflaster
- 4. Drei bis acht Stunden Wartezeit
- 5. Abnahme des Pflasters und anschließende 30-minütige Infrarot-Behandlung mit dem Bestrahlungsgerät, dessen Infrarotlicht und -wärme eine ungefährliche, rote und helle Strahlung erzeugt mit einem
gleichbleibenden und deutlichen Wärmeempfinden. Es wirkt bis in tiefere Hautschichten.
- 6. Nach der Bestrahlung geht man nach Hause. Es wird in der Regel kein Pflaster oder Verband aufgebracht. Auch auf Salbe wird nach der Therapie die ganze Zeit verzichtet. Wasser ist erlaubt.
- 7. Erste Kontrolle nach 3 bis 7 Tagen, wenn es zu unerwünschter starker Reizerscheinung kommen sollte. Im Zweifelsfall kann man auch gleich am nächsten Tag kommen.
- 8. Erste Erfolgskontrolle nach 4 bis 5 Wochen.
- 9. Eventuelle Wiederholung der photodynamischen Therapie nach Wochen oder Monaten wenn es zu einem Rezidiv (Rückfall) kommen sollte. Dann wird immer eine Stanzbiopsie zur Gewebeprobe gemacht.
Sollten sehr unliebsame Folgen - Schmerzen, Blasenbildung, Blutung - auftreten, kommen Sie bitte baldmöglichst in die
Praxis. Solche Nebenwirkungen sind sehr selten, jedoch nicht ganz ausgeschlossen.
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